Information der Stadtverwaltung Werdau zur Neugestaltung des Bahnhofs/ Bahnhofsvorplatzes

Oberbürgermeister Sören Kristensen zum Thema

Information der Stadtverwaltung Werdau zur Neugestaltung des Bahnhofs/ Bahnhofsvorplatzes

Mal ganz offen:
Ihnen gefällt dieser Zustand wirklich? Ist das ein Anziehungspunkt für unsere Stadt?

Erinnern wir uns:

  • bereits vor der Wende (1988) schloss die MITROPA die Bahnhofsgaststätte, diese ist seit 35 Jahren !! ungenutzt
  • nach 1990 nutzte die Deutsche Bahn noch einen Teil des Bürogebäudes für eigene Zwecke und sanierte Fenster, Außenputz und einiges andere (im Gebäude selbst geschah nahezu nichts, Elektro-, Wasser- und Heizungsanlagen blieben so, wie sie waren
  • alle Versuche der Bahn und des späteren Besitzers, Ladengeschäfte im Gebäude zu betreiben, scheiterten 
  • die Deutsche Bahn verkaufte den Bahnhof an eine Immobiliengesellschaft, der das Gebäude bis 2012 gehörte und die nichts investierte
  • 2012 erwarb die Stadt Werdau das Gebäude in einer Auktion

Planungen der Stadt zum Bahnhofsgelände:

  • die ersten Planungen begannen noch vor dem Erwerb des Gebäudes 2009/ 2010 - Ziel: Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes in einem modernen Busbahnhof
  • mit dem Kauf des Bahnhofsgebäudes wurde das Gebäude in die Planungen einbezogen, Nutzungsvorschläge, -ideen und Konzepte wurden geprüft, aber wegen fehlender wirtschaftlicher Substanz wieder verworfen
  • eine Studie zur Neugestaltung des gesamten Areals wurde erarbeitet und im Stadtrat beraten
  • im Jahr 2014 wurde der Grundsatzbeschluss im Stadtrat zur Neugestaltung des Bahnhofs-Areals bei Komplettabriss des bestehenden Bahnhofsgebäudes gefasst
  • es begannen umfangreiche Planungen zur Umgestaltung und die Beantragung von Fördermitteln

Was soll entstehen:


Kurz gesagt: eine moderne, barrierefreie Verkehrsanlage entsprechend des Bedarfs im Jahr 2023

Wie wird das Projekt finanziert:

  • Kosten für die Gesamtmaßnahme ca. 4,5 Mio. Euro
  • bereits investiert (Planung, Umverlegung der Bahntechnik usw.) zirka 300.000,00 Euro
  • Fördermittel: 


Planung                

Abriss und Neubau

                                                                 Radabstellanlagen

  • ca. 800.000,00 Euro Eigenmittel der Stadt

Nun wird ein Bürgerbegehren gestartet mit folgender Fragestellung:

„Sind Sie dafür, den Komplettabriss des Werdauer Hauptbahnhofs zu verhindern?“

Die Initiatoren schreiben, Ziel sei die Erhaltung eines Wahrzeichens, Mehrwert für die Kreativwirtschaft und Nutzung für die Werdauer Bürger, insbesondere durch die Jugend...“ Man schreibt, 250.000,00 Euro Abrisskosten sparen zu können.

Und dann?

Sanierung durch die Stadt?
Weiterbetrieb/ Nutzung durch die Stadt?
Auf Kosten der Stadt? Also auf Kosten von uns allen?

Bleibt ein Teil des Objekts (Mitropa) stehen, lässt sich das Vorhaben so nicht mehr realisieren.


Die notwendige Fläche reicht nicht mehr. Die Voraussetzungen zur Förderung werden nicht erreicht. Bleibt ein Teil des Objektes (Mitropa) stehen, muss weitere Grundstücksfläche erworben werden. Soll die Mitropa und das Wirtschaftsgebäude weiter genutzt werden, ist dies zu sanieren (geschätzte Kosten  1,2 Mio. Euro). Der andere Teil der Maßnahme soll aber durchgeführt werden.

Es werden also nicht 250.000,00 Euro gespart, sondern 950.000,00 Euro zzgl. Kosten für das Grundstück mehr benötigt.

Fast vergessen:

Die Nutzungskosten des Gebäudes für die kommenden Jahre soll aus den Haushaltmitteln der Stadt getragen werden.

Haben wir Geld „übrig“?

Wenn nicht, können wir wählen woher es kommen soll:

  • Von unserer Stadthalle, Bibliothek, Museum, der Schwer-athletikhalle, der Turnhalle Steinpleis, dem Strandbad der Kober oder dem Koberbachcentrum?
  • Von unserer Unterstützung der Vereine (kostenfreie Hallennutzung) von Veranstaltungen oder verzichten wir künftig auf den Weihnachtsmarkt?
  • Von den notwendigen Reparaturen der Straßen (hier haben wir bereits jetzt zu wenig Geld)?
     

Oder sollen Steuern, Gebühren oder Abgaben erhöht werden?
Sie bezahlen das alles mit!

Und warum ausgerechnet jetzt dieses Bürgerbegehren?

Fakt ist:

  • seit 2014 gibt es den Grundsatzbeschluss
  • seit 2014 wird das Projekt geplant und immer wieder in der Presse und anderen Medien darüber geschrieben
  • es gibt ein städtisches Kultur- und Sportstättenkonzept, die vorhandenen Gebäude reichen aus
  • selbst zum Bahnhofs - Abschiedsfest 2022 wurde das Vorhaben erneut vor rund 200 Bürgern erläutert
  • im Dezember 2022 erhielt die Stadt den Fördermittelbescheid
  • der Baubeschluss wurde im Januar 2023 im Stadtrat mit großer Mehrheit gefasst, die Entkernung ist beauftragt und läuft bereits
  • die Verhandlungen zur Gleissperrung haben Monate gedauert und sind abgeschlossen, es steht nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung 

Jetzt anzuhalten bedeutet einen gewaltigen Schaden für die Stadt und ein Ende des Projekts.

Soll das so bleiben?

Wollen wir das wirklich?

Den Link zum Video finden Sie HIER!

© Anja Kurze E-Mail

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