ABC-Alarm im Werdauer Ortsteil Leubnitz
Gasaustritt ruft Katastrophenschützer aus dem Landkreis auf den Plan
Großalarm im Werdauer Ortsteil Leubnitz: Auf dem Firmenlager von Gößwein-Gas unweit des beliebten Freibades trat Ende letzter Woche ein zunächst unbekanntes Flüssiggas aus. Daraufhin rückten 31 Einsatzkräfte mit acht Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehren aus Leubnitz und Zwickau-Marienthal aus, um die Lage zu erkunden und Gefahren zu beseitigen. Beide Einheiten sind im Auftrag des Landkreises Zwickau speziell für den Umgang mit sogenannten ABC-Gefahrstoffen ausgebildet und ausgerüstet.
Was spektakulär aussah und viele Blicke auf sich zog, war glücklicherweise nur eine Übung der beiden Katastrophenschutzeinheiten. Organisiert und geleitet wurde diese von Führungskraft Thomas Wilhelm, der selbst hauptberuflich bei Gößwein arbeitet und Leitsachverständiger im Flüssiggassicherheitsdienst (FSD) ist. Gemeinsam mit zwei weiteren Fachberatern beobachtete und begleitete er das Geschehen vor Ort, das sich über gut zwei Stunden hinzog. Dabei kamen unter anderen zwei Erkundungstrupps in speziellen Chemikalienschutzanzügen zum Einsatz, eine Dekontaminationsstrecke wurde errichtet. Zudem konnte ein bewusstloser Patient gerettet und Gastanks zur Sicherheit mit Wasser gekühlt werden. „In einem echten Einsatzfall wäre es zudem erforderlich gewesen, zahlreiche Bewohner im Umfeld zu evakuieren. Dann wären auch Kräfte des Rettungsdienstes und der umliegenden Hilfsorganisationen nötig gewesen. Darauf haben wir in diesem Fall verzichtet. Ein solches Szenario kommt in Deutschland zum Glück nur äußerst selten vor“, erklärt der 38-jährige Leubnitzer.